„»Ich hasse die Schule. Nichts ist schlimmer auf der Welt«, verkündet der 13-jährige David voller Inbrunst. Lesen und Rechnen fallen ihm schwer. Hausaufgaben sind eine Qual. Dass er sich nicht konzentrieren könne, diagnostiziert der Psychologe. Seine Eltern streiten sich seinetwegen, aber auch weil ihre Liebe im Alltag verschüttgegangen ist. Nur bei seinem Großvater Léon fühlt David sich verstanden. Dessen Werkstatt ist für den Jungen das Paradies. Dort kann er basteln und bauen und immer neue Geräte erfinden, denn darin ist er überragend gut. Leider gibt’s dafür keine guten Noten in der Schule. […]
„35 Kilo Hoffnung“ von Anna Gavalda ist eine warmherzige Geschichte über einen Jungen, der in unserem Schulsystem, das viel zu selten individuelle Begabungen fördert, nicht zurechtkommt. Aber wenn es nur einen Menschen gibt, der an einen glaubt, dann besteht die Chance für jeden, den eigenen Weg ins Leben zu finden.“ (https://www.theater-heilbronn.de/programm/junges-theater/stueck-detail.php?SID=836)
Die 6. Klässler:innen durften im Anschluss an die Aufführung noch mit den Schauspielern sprechen und viele ihrer Fragen loswerden. Z.B. „Wie geht das mit dem schnellen Umziehen beim Wechsel der Rolle?“ „Ist das Essen auf der Bühne wirklich echt?“ „Und die Zigarette?“ „Musstest Du für das Stück jonglieren lernen?“ „Wie klappt das technisch, dass man die Menschen in der Werkstatt durch den Stoff sehen kann?“ uvm.
Im gemeinsamen Gespräch wurden die Lieblingsstellen der Schauspieler:innen und der Schüler:innen erzählt, spannend wurde es, als besprochen wurde wie Frust, Angst, Freude sich auf der Bühne spielen lässt.
Wie schön, wenn man beim Theaterbesuch eine Geschichte (mit)leben darf und im Anschluss gemeinsam mit den Schauspieler:innen reflektiert, wie Gefühle spielerisch umgesetzt wurden.
Fotos von Jochen Klenk entnommen von der Homepage des Theaters Heilbronn.